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Home / Unser Projekt / Projektaktivitäten / Im Gespräch mit ehemaligen Schülern der DSA: Herr Mavridis und Herr Negreponte

Εrste Schritte: Viele Ideen und noch mehr Fragen

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26.09.2019 und 10.10.2019 

Treffen mit dem Sammler Vyron Mitos

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14.11.2019

7 plus 13 Distomo und DSA auf einer gemeinsamen Zeitreise

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12-19.12.2019

Wenn Geschichte herausfordert

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14-16.02.2020

Filmaufnahmen im Garten

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17.03.2020

Corona-Wir schaffen das: Erinnern im Shutdown

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 09.03.2020-19.05.2020

10.2019 und 15.11.2019     Wenn Geschichte lebendig wird: Im Gespräch mit ehemaligen Schülern der DSA Herr Mavridis und Herr Negrepontis

 

Wir wollten die Interviews mit den ehemaligen Schülern der DSA sehr persönlich gestalten und eine Verbindung zwischen den heutigen SchülerInnen und den Schülern von damals herstellen. Mimik, Gestik, Sprache, der Klang der Stimme und die Interviewatmosphäre machen das Zeitzeugeninterview zu einem besonderen Erlebnis. Vergangenheit wird so lebendiger. Leider hat Covid-19 die Planung weiterer Interviews mit ehemaligen Schülern der DSA zunichte gemacht.
Jedoch, haben wir den Mut nicht verloren und uns weiter engagiert. (Aristomenis Zeus Kotatis, Alex Tolias)I

✎ Beitrag: Ilektra Mavridi, Aliki Portosalte

Vorbereitung der Interviews

Im Rahmen unseres Projektes “DSA erinnert-Schule unterm Hakenkreuz” hatten wir die Ehre mit ehemaligen Schülern der Deutschen Schule Athen Interviews zu führen. Herr Vasilis Mavridis und Herr Fokion Fotiades-Negrepontes haben sich bereit erklärt, sich von uns, den heutigen SchülerInnen der DSA, interviewen zu lassen.

Ein Interview zu organisieren, zu planen und durchzuführen war für uns völlig neu. Es war ein Prozess von dem wir, als Jugendliche, mehr als nur gelernt haben.

Bildquelle: Fokion Fotiades-Negrepontes, ehemaliger Schüler der DSA, November 2020, Fotoarchiv „DSA erinnert“.

Als erstes nahmen wir Kontakt zu den Zeitzeugen auf. Dabei haben uns unsere Lehrerinnen, Frau Koumendakou und Frau Wiesinger geholfen. Als dann die Termine für beide Interviews feststanden, begannen wir mit einer ausführlichen Recherche zu den beiden Zeitzeugen sowie mit der Ausarbeitung einer inhaltlichen Gliederung, des Ablaufs und eines Fragenpools. Die betreffenden Schülerinnen, die das Interview vorbereiteten, forschten nach biografischen Angaben des Zeitzeugen als auch nach den geschichtlichen Ereignissen, die diese Periode kennzeichneten. Daran orientierten sich die Fragen, die beiden Zeitzeugen gestellt wurden. Im Anschluss daran, versuchten wir die Interviewsituation zu simulieren, damit wir, als unerfahrene Schüler, angemessen auf das bevorstehende Interview mit den Zeitzeugen vorbereitet waren. Die Tage an denen die Interviews stattfanden, waren in beiden Fällen sehr aufregend. Kameras und die Mikrofone mussten aufgestellt werden. Der Ablauf des Interviews und das Setting mussten gut durchdacht und präzise geplant sein. Da wir praktische keine Erfahrung auf dem Gebiet der Kameraführung und Tonaufzeichnung hatten, waren wir auf technische Unterstützung angewiesen.

Bildquelle: Interview mit Herrn Fokion Fotiades-Negrepontes, ehemaliger Schüler der DSA, November 2020, Fotoarchiv „DSA erinnert“.

Die Interviews waren äußerst interessant! Die Lebensgeschichten dieser wirklich bewundernswerten Menschen machten uns nachdenklich und sprachlos. Wir haben sehr viel dabei gelernt! Nicht nur die Informationen, die wir erhielten, waren für unser Projekt von Bedeutung, für uns persönlich waren die Lebenserfahrungen der Zeitzeugen beeindruckend.  

Es war eine Erfahrung fürs Leben ist: Menschen gegenüber zu sitzen, die in der NS Zeit, die so weit entfernt scheint, gelebt und unter dem NS-Regime gelitten haben. Durch diese Unmittelbarkeit waren die Ereignisse und Umstände von damals für uns greifbarer, die theoretische Distanz, die wir aus den Schulbuchtexten über diese Zeit kennen, war plötzlich verschwunden. Es entstand ein Parallelismus: Wir als Schüler der heutigen DSA sprachen mit Schülern der damaligen DSA. Aus den Interviews haben wir erfahren, wie sich Schule unter´m Hakenkreuz und unter deutscher Besatzung anfühlte und wie unterschiedlich Jugendliche auf den Terror reagierten. Auch an der damaligen deutschen Schule gab es mutige Menschen, die sich in den Dienst des Widerstandes stellten.

Bildquelle: Interview mit Herrn Vasilis Mavridis, ehemaliger Schüler der DSA, Oktober 2020, Fotoarchiv „DSA erinnert“.

Wir bedanken uns herzlich bei Herrn Mavridis und Herrn Negreponte, die uns die Ehre gaben mit Ihnen zu diskutieren. Die Interviews sind verfilmt und auf unserer Website zu finden.